Künstler

Vincent Warnier

geboren 1967 in Hayange, Departement Moselle (Lothringen), gehört zu der Riege der bedeutenden französischen Organisten. Seine musikalischen Studien vervollständigte er am Conservatorium in Straßburg bei Daniel Roth und André Stricker, am Conservatorium von Rueil-Malmaison nahe Paris bei Marie-Claire Alain und am Conservatorium von Paris – wo er eine Reihe von Preisen gewonnen hat – bei Michel Chapuis und Olivier Latry.

1992 errang Vincent Warnier den Grand Prix d’Interpretation (Literaturspiel) beim internationalen Wettbewerb für junge Organisten in der Kathedrale von Chartres.

1995 wurde er zum Co-Titularorganisten an die „L’église réformée de l’Annonciation“  in Paris berufen und 1997 in gleicher Funktion mit Thierry Escaich an Saint-Étienne-du-Mont mit der von Duruflé baulich beeinflussten Orgel (90 Register auf vier Manualen). Im selben Jahr wurde ihm die Orgel der Kathedrale von Verdun von Théodore Jacquot anvertraut, in der Nachfolge von Pierre Camonin (1903-2003)

2013/2014 war er Organist in Residence des Orchestre national de Lyon im dortigen Auditorium Maurice Ravel.

Als geschätzter Instrumentalist und Improvisateur hat Warnier eine internationale Konzertkarriere gestartet. Regelmäßig gastiert er in Japan und den führenden Ländern Europas. Bedeutend ist auch seine die Lehrtätigkeit; zunächst an der Universität in Poitier, sodann am Collège Stanislas in Paris. Derzeit ist er Professor am Lycée Racine in Paris in der Sektion Musik.

Vincent Warnier ist regelmäßiger Gast auf den Wellen von Radio „France Musique“, war von 2011 bis 2013 in Benjamin François‘ wöchentlicher Plattenkritik vertreten, danach tätig als Kolumnist der sonntäglichen Sendung „Musiques sacrées“.