Wir freuen uns sehr, Ihnen auch in der nunmehr vierzigsten Saison wieder ein reichhaltiges Programm anbieten zu können, dank der Zusammenarbeit mehrerer Veranstalter unter dem Dach der Klosterkonzerte.
Das gibt den Anlass zur Rückschau, verbunden mit dem Dank an Persönlichkeiten, die wesentlich dazu beigetragen haben, dass die Seligenstädter Klosterkonzerte zu einer weithin beachteten „Marke" im Musikleben der Region Rhein-Main geworden sind. Zu nennen ist vor allem Dr.-Ing. Alexander Müller Schroth †, selbst auf hohem Niveau auf dem Cello dilettierend, der nach einem gemeinsam mit dem Kulturring am 20. Juni 1970 im Sommerrefektorium der Abtei durchgeführten Konzert des COLLEGIUM MUSICUM SELIGENSTADT den Vorschlag gemacht hatte, Konzerte regelmäßig durchzuführen. Mit ihm von der Partie waren bei diesem „Initialkonzert" Lore Kannowade und Hartmut Kröll (Flöte), Gerhard Miesen (Violine), heute Mitglied des Sinfonieorchesters des Hessischen Rundfunks, Joachim Etzel (Violine), heute Mitglied des renommierten Buchberger-Quartetts, Rudolf Deller und Olaf Deller (Viola), unter Leitung von Dietrich Berndt. Müller-Schroth war es auch, der über Jahre programmgestaltend namhafte Künstler nach Seligenstadt brachte, bis er zunächst aus beruflichen, dann aus gesundheitlichen Gründen seinen Einsatz verringern musste.
Verbunden mit dem Aufbau einer festen Konzertreihe war auch die Entwicklung eines sogenannten Corporate Designs mit einem Logo von Wiedererkennungswert. Das verdanken die Klosterkonzerte dem leider viel zu früh verstorbenen Hans Schmitt, dessen künstlerische Spuren in Seligenstadt immer noch gegenwärtig sind.
Eine solche Reihe kann nur mit ehrenamtlichem Einsatz bewältigt werden, damals wie heute. Lange Jahre haben dabei Hubert Frühwein, Ria Zabolitzki, Egon Grefing und Annelie Ewers mitgewirkt mit dem Schwerpunkt „Junges Podium", Hubert Frühwein zudem bei den Orgelkonzerten, bei der Programmgestaltung und der allgemeinen Organisation. Einen wesentlichen Teil der Organisation hat in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts Otto Mankertz geleistet, zusammen mit seiner Frau Isolde. Der gelernte Textilingenieur hatte dazu eine besondere Leidenschaft: Er baute historische Instrumente nach. Sein hinterlassenes Cembalo hat seine Witwe dann dem Kulturring geschenkt.
Die Aufzählung kann nicht vollständig sein. Groß ist die Zahl der Helferinnen und Helfer bis auf den heutigen Tag, die „auf Zuruf" bereit sind mit anzupacken. Ein Wort des Dankes ist gilt auch Barbara Freifrau von Berlichingen. Die studierte Violinistin, Lehrbeauftragte an der Universität Würzburg und Veranstalterin hochkarätiger Kulturveranstaltungen auf dem Familiengut Halsberg hat als Vorsitzende des Kuratoriums kompetenten Rat erteilt und mit ihrem Namen für den Anspruch der Klosterkonzerte gebürgt. Am 17. Dezember des vorigen Jahres ist sie im Alter von erst 65 Jahren verstorben und wurde am 23. Dezember auf dem Familienfriedhof in Jagsthausen beigesetzt.
Wir danken allen Förderern, treuen Besuchern und Helfern. Besonders der Verwaltung der Schlösser und Gärten Hessen und – für die Nutzung der ehemaligen Abteikirche, der Einhardbasilika – der Katholischen Kirchengemeinde St. Marcellinus und Petrus. Dank auch für die gewährte Unterstützung besonders der Sparkasse Langen-Seligenstadt, der Stadt Seligenstadt, der EVO Energieversorgung Offenbach, der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, HEAG Südhessische Energie AG (HSE), dem Lions-Club Seligenstadt, Wolf Liegenschaften GbR, Palatium-Apotheke Seligenstadt.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Für den Arbeitskreis Klosterkonzerte:
Franz Preuschoff, Herbert Tobben, Cornelia Wolf
Die Abende in den Monaten Juni, Juli, August und September finden gleichzeitig im Rahmen des Kultursommers Südhessen statt, der von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und dem Ministerium für Wissenschaft und Kunst unterstützt wird.


